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Wasser, Bio-Wasser oder Premium Mineralwasser in Bioqualität: ein Rechtsstreit mit Fragen und Folgen?

06.05.2021

Mittlerweile habe ich zu fast allen Lebensmittel-Themen eine differenzierte Meinung. Wasser als Lebensgrundlage sollte per se im Lebensmittelbereich rein sein. Doch "reines Trinkwasser" genügt nicht, es sollte schon "Bio" sein, oder trinken Sie etwas kein "Bio-Bier, keine Bio-Trink-Schokolade aus dem Automaten, keinen Bio-Saft oder hippe Bio-Bio-Smoothies aus Konzentraten. Bio? Gibt es das überhaupt wenn konventionelle Landwirtschaft auf dem Nachbarfeld betrieben wird? Wenn Lebensmittel verarbeitet werden müssen um Sie in den Handel zu bringen und nicht nur im Hofladen verkauft werden?

Kein Bio-Qualitäts-Siegel für arsenbelastetes Mineralwasser (beck.de)

Abgesehen davon, dass Verbraucher das Urteil des OLG begrüssen sollten bleibt ein arsenhaltiger Nachgeschmack trotz Mangansandfiltration auf den Geschmackknospen hängen. Was ist damit gewonnen oder verloren. "Premiummineralwasser in Bio-Qualität", das muss man sich auf der vorgeschädigten Zunge mal zergehen lassen. Da reden wir zum einen von jahrtausende altem Wasser, also hoffentlich Bio per se, denn Landwirtschaft und sonstige Dreckverursacher gab es da hoffentlich noch nicht. Das Wasser musste also durch einen tiefen Stein wie es werbetechnisch so trefflich heisst. Kommt also an das Tageslicht und in die Flasche und wird, seit es Mineralwässer gibt im Regelfall auch über Kiesbettfilter enteisent und entmanganisierend verwendet. Egal welches Mineralwasser es ist. Wenn der Arsengehalt zu hoch ist, dann ist es kein Mineralwasser sondern evtl. ein Heilwasser? So ist es.

Den "Lammsbuben" aus Neumarkt sei Dank gibt es reine Produkte noch und nöcher. Die glauben an das was "der Herrgott unbelastet auf den Feldern wachsen lässt". Der "Nachbar´s-Drecksack-Bauer", keine 20 Meter vom edlen Biofeld entfernt, kann da "rumspritzen wie er will". Ob bei Wind oder auch nicht, Pestizid hier und Herbizide da, Glyphosat von oben, von unten und wie der ganze Mist auch heissen mag.

Die Felder der Biopioniere sind geschützt gegen solche Angriffe der konventionellen RoundupUndDrunterUndDrüber Spritzer. Kleiner Grünstreifen dazwischen und schon ist die Biowelt in Ordnung.

https://www.ackergifte-nein-danke.de/studie

Ob Hopfen, Weizen, Gerste und auch beim Wasser, alles Bio-Bio. Lasst uns Freude und Bio geniessen. Doch welche Auswirkungen hat denn eine Unterscheidung, so sie denn beim Wasser greifen würde oder wird?

Was ist mit Bio-Produkten die aus Konzentraten hergestellt werden? Was mit Biofrüchten die abgewaschen werden? Was ist mit Bio-Milchpulver wenn es mit "normalem" Wasser vermischt wird?

Ist dann das Bioprodukt keines mehr? Für nahezu jedes im Handel erhältliche Convinience-Produkt muss Trinkwasser eingesetzt werden, ob Bio-Frikadelle, Bio-Brause, Bio-fruchteis oder Bio-Bier. Alles nur noch mit Biowasser? Eine Frage der definition, aber keine juristische, sondern mehr eine monetäre mit ethischer Komponente.

In diesem Sinne immer schön "Bio-Leitungswasser" nach TWVO trinken, bestes Preis-Leistungsverhältnis, überall verfügbar, kein Transport, kein Greenwashing in der Laugen-Flaschenreinigung, kein PET-Gedöns, sehr wenig Storytelling, seriös regional überwacht und moralisch einwandfrei "gelabelt" und "gesiegelt".

Und "besoffen" wird man davon auch nicht.

Lesen Sie die "Mittelstands Mafia und das deutsche Reinheitsverbot". Der Insiderreport der die Fakten aus 30 Jahren Lebensmittelproduktion in Mälzerei und Brauerei benennt. Schonungslos selbstkritisch. Das Ende des "deutschen Reinheitsgebotes von 1516". 505 Jahre Storytelling und Fake-News sind genug. Das angeblich "älteste Lebensmittelgesetz der Welt" hat ausgedient.

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